Zitat aus „Herzenslogik oder Die gottgewollte Benutzung des Verstandes –

In Liebe selbstverantwortlich und eigenständig denken und leben lernen“

»Angenommen, Du würdest so um das Jahr 50 n. Chr. herum leben, wärest auf der Suche nach einem sinnerfüllten Leben, hättest Jesus von Nazareth womöglich noch gekannt und würdest das tun, was Er gelehrt und vorgelebt hat – nur das, nicht mehr und nicht weniger. Du würdest allerdings keine Kirchenzugehörigkeit, keine Bibel, keine Sakramente, keine Kirchengebote, keinen Mitgliedsbeitrag kennen – nichts von alledem. Denn das gab es damals alles noch nicht: Kämst Du in den Himmel?

    Wenn ja: Käme man heute, zweitausend Jahre später, auf die gleiche Weise immer noch in den Himmel? Wenn wiederum ja: Warum glauben wir dann, heute Dinge tun zu müssen, die zu Christi Zeiten nicht notwendig waren? Also all das, was man damals noch nicht kannte, was aber heute als heilsnotwendig angesehen wird? Reicht heute nicht aus, das Gleiche zu tun wie damals?

    Lautet unsere Antwort: „Nein, man käme damit nicht mehr in den Himmel“, dann hat Jesus etwas Falsches gelehrt. Antworten wir mit: „Doch, es würde reichen“, dann ist die heutige Lehre falsch. Herzenslogik!

[...]

    Die Veränderung der Lehre war aber nicht das eigentliche Ziel, sie war nur Mittel zum Zweck. Lediglich eine falsche Darstellung bringt keinen Gewinn. Das Ziel war und ist es nach wie vor, die Menschen in dem Glauben zu lassen und damit in einer falschen Sicherheit zu wiegen, die verwässerte Lehre sei die richtige Wegweisung in den Himmel.

[...]

    Die Ablehnung der Liebeslehre hat sicher die allerwenigsten Ursachen darin, dass die Menschen Harmonie, Frieden, Miteinander und Nächstenliebe nicht mögen. Im Gegenteil, die Sehnsucht danach ist riesengroß. Was sie ablehnen sind die Vertreter eines „Christentums“ einschließlich deren Früchte, das die Liebe zwar auf ihre Fahnen geschrieben, aber nicht umgesetzt hat. Sie wehren sich ebenso gegen die immer noch praktizierten heimlichen Druckmittel und Zwänge, die dem aufstrebenden Wunsch vieler Menschen nach Freiheit, einem Geschenk Gottes an Seine Kinder, entgegenstehen. Damit distanzieren sie sich in vielen Fällen auch von demjenigen, den sie für den Urheber der Unfreiheit halten: von Jesus Christus.

    Ihn zu rehabilitieren ist eine angesagte Aufgabe für diejenigen, die Ihn lieben.«

 

Seite 105106 + 134